(März 2020, Kro) Nach fast fünfjähriger Bearbeitung wurde am 12.02.2020 der Nahverkehrsplan im Planungsausschuss beschlossen.

Schwieriger Ausstieg aus Tram mit RollatorUnser FAK Mobilität war an den Beratungen zum Thema "Barrierefreiheit" beteiligt. Allerdings wurde am 12.02.2020 nur die Bestandsaufnahme zur Kenntnis gegeben wird, die u. a. die nicht barrierefreie Zugänglichkeit und Nutzbarkeit der öffentlichen Verkehrsmittel deutlich beschreibt.

Das Foto rechts zeigt das Problem am Beispiel von Rollator-Nutzern (m/w/d) beim Besteigen/Verlassen einer Tram.

Nun wird der zukünftige Plan für die Realisierung der Barrierefreiheit im Nahverkehr erarbeitet, an dem wir ebenfalls beteiligt werden müssen.

Weiterführende Links:

September
2018

2017 ft s 15Bernhard Claus war 22 Jahre alt, als ihn ein Motorradunfall vollkommen aus der Bahn wirft: Er ist plötzlich blind. Nach anfänglicher Erstarrung ertastet sich der heute 55-Jährige ein neues Leben: macht Abitur, studiert, probiert verschiedene Berufe - und wird "Lobbyist in eigener Sache"

https://www.sueddeutsche.de/muenchen/muenchen-von-verbitterung-keine-spur-1.4117820

 

Februar
2018

Ergebnisse des Fachtags am 24.03.2017

Es gab es bereits zwei Anträge aus den Reihen der Stadtratsfraktionen:

"Von der Partnerstadt Edinburgh lernen ? Inklusion fördern: Pilotprojekt mit Leih-eScooter auf den Weg bringen" (Gemeinsamer Antrag der CSU und SPD Fraktion)

 
Wir freuen uns über diese ersten Auswirkungen!
 
Außerdem ist die Dokumentation des Fachtags erschienen. Ein gedrucktes Exemplar können Sie unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder 089/233-21983 bestellen.
 
Klicken Sie auf das nachfolgende Bild, wenn Sie das barrierefreie PDF der Dokumentation herunterladen wollen:
 
Doku FT Mobilität Deckblatt
 
 
 
 

 

 

September
2017

Unsere erneute Forderung liegt der MVG vor

Seit vielen Jahren setzt sich der FAK Mobilität für das Dauerkneeling (Absenken der Busse an jeder Haltestelle, damit Menschen mit Behinderungen, älteren Menschen und letztlich allen Menschen der Einstieg in die Busse erleichtert wird) ein. Die MVG lehnt dies bis heute ab.
Andere Städte – z. B. Berlin - haben sich längst dazu entschlossen.
 
In unserer letzten Stellungnahme im August 2017 haben wir zum wiederholten Male unsere Argumente zusammengefasst.
 
Das Dauerkneeling ist gegenüber dem Bedarfskneeling in der Praxis für Fahrgäste und Busfahrerinnen und Busfahrer leichter durchzuführen. Beim Bedarfskneeling muss der Fahrgast der Busfahrerin / dem Busfahrer anzeigen, wenn er das Kneeling benötigt wird. Hat der Bus die Haltestelle bereits angefahren und die Türen geöffnet, kann der Bus nicht mehr abgesenkt werden. Die Türen müssen erneut geschlossen werden; erst dann kann das Kneeling ausgelöst werden. Dies ist ein aufwändiger und zeitraubender Vorgang. Dieses Problem wird auch nicht gelöst, wenn an bestimmten Haltestellen “Dauerkneeling” vorgehalten wird.
 
Fahrgäste, die über diesen Ablauf nicht informiert sind, sind irritiert und verhalten sich u. U. nicht im Sinne des geplanten Ablaufs, was zu Unmut auf beiden Seiten führen kann.
Fahrerinnen und Fahrer, die sich auf das Fahren konzentrieren müssen, sollen an den Haltestellen ohne Dauerkneeling einen möglichen Bedarf erkennen, um Verzögerungen zu vermeiden. Dies ist für beide Seiten unzumutbar und reine Theorie. Evtl. Behinderungen können nicht durch einen Blickkontakt ausgemacht werden. Es ist auch unbestritten, dass dem Personal verbindliche Anweisungen auferlegt werden müssen; ansonsten führt dies zu einer höheren Fehlerquote.
 
Nachdem die LHM es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Forderungen aus der UN Behindertenrechtskonvention im Rahmen von Aktionsplänen (derzeit wird an der Fortschreibung des 1. Plans gearbeitet) umzusetzen, ist es aus unserer Sicht unumgänglich, dass auch die MVG mit gutem Beispiel vorangeht. Nur wenn alle Fahrgäste gleich behandelt werden, fühlen sich Menschen mit Behinderung in diesem Bereich nicht weiter diskriminiert. Dabei muss auch erneut darauf hingewiesen werden, dass nur ein Teil der Bushaltestellen barrierefrei nutzbar ist, nämlich nur, wenn die Haltestelle präzise angefahren wird und sie entsprechend gebaut ist. Auf die nicht vorhandene barrierefreie Zugänglichkeit und Nutzbarkeit der U- Bahn und Tram-Bahn sei auch hier hingewiesen, da die Maßnahmen im Kontext gesehen werden müssen.
 
Fazit: das Dauerkneeling einzusetzen ist eine Frage des Respekts gegenüber Menschen mit Behinderung und alten Menschen und ist mit keinem besonderen Aufwand verbunden.
 
Anregung zur Kostenminderung
 
Immer wieder wird darauf hingewiesen, dass das Dauerkneeling zu höheren Kosten führt. Verbesserungen sind in aller Regel mit Kosten verbunden. Man kann aber auch Kosten sparen: die Stadt Bochum setzt eine Prämie für ihre Fahrerinnen und Fahrer aus, die den Spritverbrauch reduzieren. Dies wäre eine gute Maßnahme für die Umwelt und senkt nachweislich die Kosten.
November
2016

Bis Mitte Dezember 2016 installiert die Deutsche Bahn in allen Münchner S-Bahnen ihr Software-Update für ein Piepgeräusch, dass sehbehinderten und blinden Passagieren das Auffinden der Tür erleichtern soll.

Einen Artikel der Süddeutschen Zeitung finden Sie unter folgendem Link:

Süddeutsche Zeitung Das entscheidende Piepen an der S-Bahn Tür fehlt


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