Dezember
2017

Die zehnte Vollversammlung des Behindertenbeirats der Landeshauptstadt München tagte am Freitag, den 06.10.2017 im großen Sitzungssaal des Rathauses.

Erstmalig wurde diese Veranstaltung mit einer simultanen Schriftdolmetschung durchgeführt, so

dass Menschen mit Höreinschränkungen das Gesprochene auf der Leinwand mitlesen konnten.

Bürgermeisterin Christine Strobl eröffnete die Versammlung, bei der über 100 Mitglieder des Behindertenbeirats und zahlreiche Interessierte teilgenommen haben. In ihrem Grußwort würdigte Bürgermeisterin Strobl die Arbeit des Behindertenbeauftragten und des Behindertenbeirats. Der Behindertenbeirat sei ein Beirat mit Fachleuten, auf dessen ehrenamtliches Engagement zur Weiterentwicklung der Fachpolitik die Landeshauptstadt München angewiesen sei. Die Bürgermeisterin hob hervor, dass die Menschen mit Behinderungen eine wesentliche Bevölkerungsgruppe in München sind.

VV 2017

Quelle: Boris Kuhn

Sie würdigte den 2. Aktionsplan an dessen Erstellung der Behindertenbeirat und der Behindertenbeauftragte mit dem Koordinierungsbüro zur Umsetzung der UN-BRK zusammen arbeiten, damit die Landeshauptstadt München zu einer „Stadt für Alle“ werden kann.

Von den teilnehmenden Menschen mit Höreinschränkungen wurde die hervorragende und klare Artikulation der Ansprache von Bürgermeisterin Strobl besonders gelobt.

Die Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes in Deutschland und Bayern stand ebenfalls auf der Tagesordnung der Vollversammlung des Behindertenbeirats. Constantin Grosch, Inklusionsaktivist und Kreistagsabgeordneter aus Hameln, bezeichnete in seinem interessanten und fesselnden Vortrag, das Teilhabegesetz lediglich als „Reform“ der Sozialgesetzgebung und kritisierte die fehlende Umsetzung zahlreicher Forderungen der Behindertenbewegung.

Außerdem berichtete er über die Durchführung vonSkandal-Kampagnen“ zur Unterstützung der Interessen der Menschen mit Behinderungen und ihrer Rechte. Mithilfe der schnellen Verbreitung über die Sozialen Medien (Internet), können heute in kürzester Zeit viel mehr Menschen mit und ohne Behinderungen erreicht und aufmerksam gemacht werden als früher.

Die Vorsitzende des Behindertenbeirats, Nadja Rackwitz-Ziegler, betonte wie wichtig es sei, dass sich alle Münchner Bürgerinnen und Bürger mit Behinderungen im Behindertenbeirat aktiv einbringen, damit die Stimme der über 150.000 Menschen mit Behinderungen in der Stadtgesellschaft nicht untergeht.

Der Behindertenbeauftragte, Oswald Utz stellte seinen fünftenTätigkeitsbericht vor und forderte dringend die konsequente Auseinandersetzung mit den Themen Bildung, Arbeit und Wohnen für die Menschen mit Behinderungen in München.

Der Behindertenbeirat ist ein ehrenamtlich arbeitendes Gremium, in dem Menschen mit und ohne Behinderungen mitwirken. Der Beirat besteht seit über 40 Jahren und arbeitet aktuell in acht Facharbeitskreisen. Die Mitglieder des Behindertenbeirats vertreten die Interessen von Menschen mit Behinderungen sowie deren Angehörigen in der Landeshauptstadt München.

Das Protokoll der Vollversammlung und seine Anlagen können Sie unter nachfolgenden Links herunterladen:

Protokoll der Vollversammlung 2017

Präsentation der Organisationsentwicklung

Organisationsentwicklungspapier

Aufgabenliste zur Organisationsentwicklung

Präsentation Constantin Grosch

Geschäftsordnung der Vollversammlung

Organigramm des Behindertenbeirats

 

 

 

Oktober
2017

Am 10. Oktober fand ab 15:30 Uhr am Max-Joseph-Platz in München die Veranstaltung „zehnzehn“ zur 6. Woche der seelischen Gesundheit statt.


Zahlreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer lenkten die Aufmerksamkeit der Bevölkerung an diesem prominenten Platz auf die Themen seelische Gesundheit und psychische Behinderungen. Neben musikalischer Unterhaltung gab es auch Grußworte, unter anderem von Boris Kuhn aus dem Koordinierungsbüro zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention und Johannes Messerschmid vom Vorstand des Behindertenbeirats.
                                           Bild1 Messerschmid 1010                                 Bild: Herr Messerschmid bei seinem Vortrag  Quelle: Bauer P.


Im Anschluss gab es einen Solidaritätszug mit Musik zum Johannisplatz und einem abschließenden Get together.

September
2017

"Schutz und Gewaltprävention für Frauen und Mädchen in Einrichtungen der Behindertenhilfe"

So lautete der Titel des Fachtags, der im Juli 2016 vom Behindertenbeirat der Landeshauptstadt München, der städtischen Gleichstellungsstelle für Frauen und dem städtischen Koordinierungsbüro zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention organisiert wurde.
In Vorträgen und Workshops wurde das Thema von verschiedenen Seiten dargestellt. Darüber hinaus wurden Handlungsstrategien vorgestellt.

Die Dokumentation zum Fachtag liegt jetzt vor und kann auf der Homepage des Koordinierungsbüros zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention unter folgendem Link heruntergeladen werden:

Barrierefreies PDF Fachtag Gewaltprävention

Wenn Sie die Broschüre in der Druckversion möchten, wenden Sie sich an das Koordinierungsbüro unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder rufen Sie die Telefonnummer 089/233-21983 an.

 

 

August
2017

VV 2016

Quelle: Boris Kuhn

Am Freitag, 6. Oktober, findet ab 14 Uhr im Großen Sitzungssaal des Rathauses die Vollversammlung des Behindertenbeirats der Landeshauptstadt München statt. Bürgermeisterin Christine Strobl spricht ein Grußwort. Constantin Grosch, Inklusionsaktivist und Kreistagsabgeordneter aus Hameln, hält einen Vortrag zum Bundesteilhabegesetz. 

Zur künftigen Arbeit des Behindertenbeirats und zur Aufnahme neuer Mitgliedsvereine stimmt die Vollversammlung anhand einzelner Anträge ab. 

Die Versammlung ist öffentlich, der Einlass ist ab 13.30 Uhr. Es stehen Gebärdensprach- und Schriftdolmetscherdienste sowie eine Induktionsschleife zur Verfügung. 

Sie sind Mitglied oder haben Interesse an der Veranstaltung und haben sich noch nicht angemeldet? Dann wird es aber Zeit!

Melden Sie sich bitte entweder telefonisch unter 089/233-21179 oder per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! an.

 

 

Juli
2017

Der Vorstand des Behindertenbeirats der Landeshauptstadt München positioniert sich zur "Unabhängigen Teilhabeberatung".

Bitte klicken Sie auf das Bild, um die Positionierung zu lesen oder herunterzuladen:

unabhängige Teilhabeberatung Positionierung

Juli
2017

Sonderauswertung der Bedarfsanalyse für Stadt und Landkreis München

Am 21. Juni 2017 referierte Herr Dr. Dworschak von der LMU München über die Ergebnisse seiner Sonderauswertung zum Bedarf an Kurzzeitwohnangeboten in München Stadt und Landkreis. Die Vorstellung der Auswertung fand im Rathaus statt und wurde vom Behindertenbeirat organisiert. Zu den interessierten Zuhörerinnen und Zuhörern gehörten Vertretungen des Bezirks Oberbayern, des Referats für Gesundheit und Umwelt, der Caritas, dem Koordinierungsbüro zur Umsetzung der UN-BRK sowie zahlreichen Mitgliedern des Behindertenbeirats. Aus dem Münchner Stadtrat war Wolfgang Zeilnhofer (FDP - HUT) zu Gast.

Der Facharbeitskreis Unterstützungsangebote im Münchner Behindertenbeirat setzt sich seit vielen Jahren dafür ein, dass das Angebot an Kurzzeitwohnangeboten für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen in München erweitert wird. Insbesondere in Krisensituationen ist es für Familien wichtig, eine kurzfristige Entlastung zu erfahren, indem Kinder und Jugendliche für wenige Tage in die Obhut von Kurzzeitwohneinrichtungen genommen werden. Die nun veröffentlichte Sonderauswertung der Studie zeigt für München anhand eindeutiger Statistiken, dass der große Bedarf der Eltern und Familien nicht durch das derzeitige Angebot gedeckt werden kann.
Der Behindertenbeirat wünscht sich hier mehr Unterstützung und Finanzierung durch die Landeshauptstadt München und den Bezirk Oberbayern. Letzterer kündigte am Mittwoch zumindest an, das Thema ernst zu nehmen und sich um Unterstützung der Kurzzeitwohnangebote in München zu kümmern.

Wenn Sie auf das Bild klicken, können Sie die Sonderauswertung herunterladen.

Dworschak Studie


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